Jörg Kachelmann: Frühling dauert noch.

Veröffentlicht: 15. Februar 2013 in Uncategorized

US-amerikanisches Denken. Ein Lehrstück.

Veröffentlicht: 4. Januar 2013 in Uncategorized

Und hier ein wenig mehr von Alex Jones:

Paolo Conte. Meine beiden Lieblingslieder.

Veröffentlicht: 10. Dezember 2012 in Uncategorized
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(Pegnitzpirat dokumentiert mal wieder einen Artikel der Nürnberger Nachrichten zum Tarifskandal der AWO in Mittelfranken vom 4.12.2012)

Der Betriebsrat der Fürther Arbeiterwohlfahrt ist alarmiert: Der Kreisverband hat seine Vollmitgliedschaft im Arbeitgeberverband aufgegeben, um nicht an den Tarifabschluss vom Oktober gebunden zu sein. Dabei geht es um einen konkreten Punkt: eine vereinbarte Sonderzahlung an Mitglieder der Gewerkschaft ver.di.Von der tariflich vereinbarten Einmalzahlung würde nur ein Teil der Awo-Beschäftigten profitieren. Unser Bild entstand in der Awo-Mittagsbetreuung in Zirndorf.

Einen „Tabubruch“ wirft Betriebsrat Thomas König den Verantwortlichen des Kreisverbands Fürth-Stadt vor. „Tariftreue“, sagt er, „ist etwas Unumstößliches.“ In der Vergangenheit seien zwar immer wieder Kreisverbände aus wirtschaftlicher Not aus dem Arbeitgeberverband ausgeschert – so auch jüngst der angeschlagene Kreisverband Nürnberg; seines Wissens nach gebe es bei der Arbeiterwohlfahrt in Fürth aber keine Probleme dieser Art. Vielmehr handle es sich um eine „reine Machtdemonstration“, die sich gegen den sogenannten ver.di-Bonus richte: Diese Einmalzahlung an Mitglieder in Höhe von 135 Euro sieht der Tarifabschluss vor, den der Arbeitgeberverband Awo Bayern im Herbst mit der Gewerkschaft ausgehandelt hat. Doch der Bonus ist umstritten, weiß auch König. Von den rund 430 Beschäftigten des Fürther Kreisverbands ist der Großteil nicht bei ver.di organisiert; nur ein Viertel würde in den Genuss der Zahlung kommen.

König erklärt den Hintergedanken bei diesem Bonus wie folgt: Zwar profitieren alle Beschäftigten von Tarifsteigerungen, ermöglicht würden sie aber durch jene Arbeitnehmer, die mit ihren Mitgliedsbeiträgen die Gewerkschaft stärken, deren Vertreter den Arbeitgebern am Verhandlungstisch gegenübersitzen. Die Einmalzahlung sei daher eine „symbolische Anerkennung“ für ver.di-Mitglieder. König betont, dem Fürther Awo-Betriebsrat gehe es nicht in erster Linie um den Bonus. Man wehre sich aber massiv gegen den Austritt des Kreisverbands aus dem Arbeitgeberverband, denn ohne Tarifbindung könne die Arbeitgeberseite „nach Gutsherrenart“ darüber entscheiden, welche Punkte eines Vertrags sie übernehmen wolle. „Wir fordern daher eine komplette Übernahme“, sagt König, „und der Bonus gehört nun mal dazu.“

Bei der Fürther Awo stößt er damit auf taube Ohren. „Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagt Udo Weißfloch, der bis zum Jahresende kommissarisch die Geschäfte führt. Er empfindet den ver.di-Bonus als „ungerecht“ und „unsolidarisch“. Gerade untere Lohngruppen wie Servicekräfte oder junge Fachkräfte würden nicht davon profitieren, weil sie sich eine Mitgliedschaft bei ver.di nicht leisten könnten oder wollten. Laut Weißfloch wechselte der Kreisverband innerhalb des Arbeitgeberverbands vom Vollmitglied in den Status eines kooperativen Mitglieds, was eine schnelle Rückkehr ermögliche. Außerdem werde man – abgesehen von der Einmalzahlung – alle tariflichen Vereinbarungen übernehmen; auch Weihnachtsgeld werde ausgezahlt. „Und das werden wir auch künftig tun“, verspricht Weißfloch. Den ver.di-Bonus kritisiert er zudem als „Werbemaßnahme“ der Gewerkschaft. „Wir wollen aber, dass sich die Beschäftigten frei entscheiden.“

Die Awo im Landkreis Fürth ist ebenfalls nur noch kooperatives Mitglied im Arbeitgeberverband. Auch hier gehe es „in erster Linie“ um den ver.di-Bonus, sagte der stellvertretende Vorsitzende Manfred Lober auf FN-Anfrage. Die Awo werde zu einem großen Teil über Steuern finanziert, „da können wir mit dem Geld doch nicht einen Teil des Jahresbeitrags von Gewerkschaftsmitgliedern finanzieren“, so Lober. Sobald der Bonus „vom Tisch ist“, werde die Landkreis-Awo wieder Vollmitglied. Heute um 14 Uhr treffen sich Geschäftsführung und Angestellte der Awo Fürth-Stadt zur Betriebsversammlung. „Die Belegschaft ist mobilisiert“, sagt Betriebsrat König. „Ich bin mir sicher, dass es sehr lebhaft zugehen wird.“

492px-Black_Vulture-27527(Wegen des allgemeinen Interesses hier noch ein Artikel der NN vom 1.12.2012 über die Krise bei der Arbeiterwohlfahrt in Nürnberg, von den Nürnberger Nachrichten mal wieder nicht verlinkt.)

Die Verhandlungen über einen Sanierungstarifvertrag zwischen der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Nürnberg und Ver.di werden doch fortgesetzt. Zuletzt hing der Haussegen schief zwischen den beiden Verhandlungspartnern. Verdi warf dem Awo Kreisverband “Rechtsbruch” vor, weil er in einer Liquiditätskrise einseitig und zeitlich gestrafft das Weihnachtsgeld auszahlen und die jüngsten Tariferhöhungen nicht berücksichtigen wollte. Die Verhandlungen wurden abgebrochen. Jetzt teilt Verdi nach einer Spitzenrunde mit, dass die Gespräche über den Sanierungstarifvertrag wieder aufgenommen werden sollen. Über die Auszahlung des Weihnachtsgelds im November, Dezember und Januar soll eine vertragliche Regelung vereinbart werden, erklärte ver.di Sekretär Bernhard Bytom. “Damit ist der Rechtsbruch vom Tisch”, sagte er.

Ver.di sei mit dieser Regelung einverstanden, weil die Arbeitgeber die Verhandlungen über einen Sanierungstarifvertrag wieder aufnehmen wollen. “auf Grundlage des gültigen abgeschlossenen Tarifvertrages”. Die 550 Mitarbeiter müssen aber auch wohl 2013 und 2014 Beiträge leisten, etwa aus Jahressonderleistungen. Die Awo soll aber auch ihre Erträge steigern. Nur als “Ultima Ratio” sollen betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden, die von einer Kommission geprüft werden. Beraten wird auch, ob die Awo Tochter Arbewe einen Kredit gewähren kann.

Derweil beklagt Bytom, dass die Bezirksverbände Mittel und Oberfranken, einige Kreisverbände ausgenommen, ihre Vollmitgliedschaften im Arbeitgeberverband aufgeben wollten. Damit fielen von 5000 Mitarbeitern in Mittelfranken nur noch 1300 unter den Tarifvertrag.

Nachdem in den letzten Tagen die Flugtest über Land der neuen Superkampfdrohne der USA, der X47B erfolgreich im September abgeschlossen worden sind, wurden Exemplare nun auf den Flugzeugträger USS Harr S. Truman verladen um den Betrieb der Drohne von Flugzeugträgern aus zu testen. Interessant dabei wird dabei vor allem der Test der Fähigkeit zur Luftbetankung sein, die dem Gerät eine Reichweite von rund 3000 nautischen Meilen bringen wird. Das ist die 10fache Reichweite eines bemannten Kampfbombers. Damit sind Kampfeinsätze der Drohnen von den Trägergruppen aus möglich, ohne dass der Flugzeugträger auch nur minimal Gefahr läuft von gegnerischen Luftstreitkräften welcher Art auch immer angeriffen zu werden. Der Hersteller der X-47B Kampfdrohne, Northrop Grumman, auch der Hersteller der Langstreckendrohne Global Hawks hat bereits den Auftrage diese zum Langstreckentanker zu modifizieren um so die Aktionen komplett ohne Piloten an Bord durchführen zu können.

Der Flugzeugträger Truman war bei seinen letzten Überholungsmaßnahmen im Heimathafen Norfolk für die Aufnahme der X47B Drohne ertüchtigt worden. Nunmehr sollen dreiwöchige Start und Landeversuche entlang der Atlantikküste der USA erfolgen, bevor dann später im Winter längere Flugtests über Wasser erfolgen. Die endgültige Indienststellung soll dann im Frühjahr 2013 erfolgen.

Hier einige Minuten an Bildern der US Nav von dieser Verladung.

Die Kampfdrohne X-47B ist ein rund 12 Meter langes Nurflügeler wie der Langstreckenbomber B2 und hat eine Spannweite von gut 18 Metern. Maximale Flughöhe ist 12.000 Meter. Bei einer Nutzlast von 2 Tonnen kann die X-47B je nach Ausmaß der Betankung eine Bombenlast von rund einer halben Tonne transportieren, die mehr als das doppelte eines herkömmlichen, bemannten Jagdbombers entspricht. Dabei ist alles aus dem Arsenal der “Smart bobs” der US Air Force zu nutzen.X-47B kann nur Unterschallgeschwindigkeit bis 1000 km/h fliegen, sie ist damit aber noch deutlich schneller als bisherige Kampfdrohnen. Dafür ist sie mit der Stealth oder Tarntechnik der letzten Generation ausgerüstet um für feindliches Radar schwer zu erkennen zu sein.

Hier ein weiteres Video von der Verladung:

Und hier ein Video anläßlich der ersten erfolgreichen Landerprobung: