Der feine Herr Asselborn aus Luxemburg in Nürnberg. Deutsche Steuergelder sollen seine Finanzoase retten.

Veröffentlicht: 1. Mai 2011 in Uncategorized
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Am 4. Mai darf sich der Luxemburger Aussenminister Asselborn in das goldene Buch der Stadt Nürnberg eintragen. Abends dann noch eine Rede im Rathaussaal anläßlich des Europatags.

Luxemburg erwirtschaftet direkt 25 % seines Volkseinkommens mit Finanzdienstleistungen indirekt sicher weit über 50 %. Wie die Schweiz ist Luxemburg nach wie vor eine Oase für Flucht- und Schwarzgeld aus Europa und der gesamten Welt. Die Zusammenarbeit Luxemburgs mit deutschen Behörden bei der Strafverfolgung von Steuerstraftaten steht weitgehend nur auf dem Papier, tatsächlich werden Luxemburger Banken vor Strafverfolgungen abgeschirmt. Luxemburg verdient aber auch an den niedrigen Benzin- und Dieselsteuern prächtigt, da die Fernfahrer ihre Routen über Luxemburg legen und Luxemburg so unverdient viele Milliarden Mineralölsteuer zufliessen, die anderen EU-Staaten, auch Deutschland, fehlen. Luxemburg ist so eine richtige Steuermade mitten im EU-Speck, da ja auch durch die dort konzentrierten EU-Institutionen noch deutsche Steuergelder dorthin fliessen, sei es direkt oder über die überhöhten Gehälter und Zuwendungen an EU-Beamte und Bedienstete.

Das alles genügt der Regierung dieses Ländchens, das weniger Einwohner als Nürnberg hat, aber noch nicht. Da muss man auch groß die Klappe aufreißen wenn sich die deutsche Regierung mal entschließt im Weltsicherheitsrat gegen eine Bombardierung von anderen Staaten zu stimmen, wie der Herr Asselborn jüngst sogar im deutschen Frühstücksfernsehen. Aber richtig pampig wird die luxemburger Regierung als Marionette der europäischen Großbanken dann aber wenn die deutsche Regierung mal kurz überlegt, ob es richtig ist hunderte Milliarden Euro Steuergelder für eben diese Großbanken auszugeben, weil die sich in die Pleite spekuliert haben. Weil eine Pleite des europäischen Großbankensystems automatisch eine Pleite Luxemburgs bedeuten würde muss der Herr Asselborn zusammen mit seinem Chef Junkers dafür sorgen, dass die bescheuerten deutschen Steuerzahler immer schön löhnen. Damit es am Plateau Kirchberg prächtig weitergehen kann. Und auch deshalb setzte sich die Regierung Luxemburgs für den Goldman Sachs Finanzterroristen Draghi als neuen Chef der EZB ein, gegen den ehemaligen deutschen Bundesbankchef Weber. Weil der Weber die Geschäfte des Luxemburger Bankenunwesens nur gestört hätte.

Wird der Nürnberger Stadtkämmerer Riedel am 4. Mai die Cojones haben den feinen Herrn Asselborn auf das unfaire Steuergebaren seines Staats auch zu Lasten der deutschen Steuereinnahmen anzusprechen? Schließlich geht das aufgrund des gesamtdeutschen Steuerverbunds auch zu Lasten der Nürnberger Stadtkasse. Aber wahrscheinlich wird sich der Harry nur ganz ergriffen von seiner eigenen Wichtigkeit einen leibhaftigen Aussenminister zu begegnen in Smalltalk ergehen.

PS: Ein bischen Spass aus Luxemburg. Sozi Asselborn tropft an seinem Chef Jean-Claude Bokassa ab.

http://www.youtube.com/watch?v=qmRjAB_e7CQ&feature=related

Nachtrag 6.5.2011: Rede Asselborn

http://www.gouvernement.lu/salle_presse/discours/autres_membres/2011/05-mai/04-asselborn/index.html

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