Vipraum enthüllt: Nürnbergs Oberbürgermeister Maly tritt für die weitere Nutzung der Atomenergie ein. Sogar neue „Schnelle Brüter“ sollen entwickelt werden.

Veröffentlicht: 26. Mai 2011 in Uncategorized
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Nürnbergs Oberbürgermeister Maly (SPD) hatte schon immer ein enges Verhältnis zum Siemens – Konzern. Schließlich war da der Werner Maly bis 1998 Personalvorstand. Und deswegen kam es schon immer unter der Regie von Oberbürgermeister Maly zu seltsamen Verbeugungen vor dem deutschen Vorzeigekonzern, so etwa als die automatisierte „führerlose“ U-Bahn von Siemens mehr als ein Jahr nicht zum Laufen gebracht wurde, die Stadt Nürnberg und OB Maly sich aber weigerte auch nur einmal über eine Schadenersatzforderung nachzudenken. Da wird ja gemunkelt, dass für den Maly´s Uli immer ein gut dotiertes Pöstchen bei Mutter Siemens freigehalten wird wenn und falls ihm die Niederungen der Kommunalpolitik mal zu langweilig werden.

Vipraum hat jetzt aber noch eine ganz andere Verbindung aufgetan.( http://blog.nz-online.de/vipraum/2011/05/25/auch-nurnbergs-ob-kampft-fur-areva/)  Da outet sich der Nürnberger Oberbürgermeister Maly plötzlich als glühender Verfechter eines weiteren Ausbaus der Atomenergie vor allem natürlich in Verbindung mit der ehemaligen Siemenstochter Kraftwerkunion mit Sitz in Erlangen. Die ja mit dem deutschen Ableger des französischen Atommulti Areva vor einiger Zeit fusioniert wurde. Im Februar 2010 unterschrieb Maly das Leitbild der Metropolregion Nürnberg (S. 95 f.), das folgende Aussage enthält:

Auch die Kernkraftnutzung bietet ein reelles Potential zur klimaschonenden Stromerzeugung
und Ressourcenschonung – trotz des geplanten kompletten Ausstiegs von
Deutschlands bis zum Jahr 2021. Weltweit ist mit einem starken Wachstum zu rechnen.
Folgende Entwicklungen sollen die Wettbewerbsfähigkeit dieser Technologie
gegenüber der aktuellen 3. Generation (Europäischer Druckwasserreaktor ERP) erhöhen:

• Einsatz von sog. schnellen Brütern (4. Generation), die neben Uran 235 auch
Uran 238 verbrennen. Da natürliches Uran zu 99 Prozent aus Uran 238 besteht
kann hiermit das Problem der Ressourcenknappheit gelöst werden.
• Hochtemperaturreaktoren, bei denen systembedingt keine Kernschmelze erfolgen
kann. Zudem kann die Abwärme hier für industrielle Zwecke beispielsweise
zur Produktion von Wasserstoff genutzt werden
• Verfahren zur Isotopenumwandlung, um die Menge und Gefährlichkeit der radioaktiven
Abfälle zu verringern

http://www.ihk-nuernberg.de/nbg/media/PDF/Metropolregion-Nuernberg/Leitbild/WaBe.pdf

Auf der Kommentarleiste von Vipraum ist zu erfahren was der OB Maly in seiner Partei so über Atomkraft verlauten lässt, nämlich:

“ Ich kann mich deutlich daran erinnern wie der Nürnberger OB Maly auf diversen SPD-Versammlungen die Kernkraft als menschenverachtende Technologie verteufelt hat, weil sie im Krisenfall ganze Landstriche unbewohnbar macht und zudem die Endlagerfrage völlig ungeklärt sei und den Nachfolgegenerationen aufgebürdet werde. Aber das war bestimmt ein anderer OB Maly als der im Beitrag genannte. Denn der will ja nicht nur einfache Kernkraftwerke sondern auch noch schnelle Brüter, mit denen man ja auch lecker Atomwaffen produzieren kann.“

Was für ein Heuchler der Nürnberger Oberbürgermeister Maly doch ist. Auf Parteiveranstaltungen den obergrünen Atomkraftgegner geben und anderweitig dann Kniefälle vor der Atomlobby machen. Beides in der Hoffnung, dass man es nicht bemerkt. Und wenn man den Absatz genau ließt heißt das ja nichts anderes, dass Maly Atomkraftwerke und sogar schnelle Brüter ab 2021 möglicherweise in Deutschland nicht will, sie aber im Rest der Welt durchaus befürwortet. Maly meint wohl der Rest der Welt könne durch diese Technologie aus Franken durchaus in menschenverachtender Weise verstrahlt werden, Hauptsache das Geschäft in der Metropolregion Nürnberg läuft und in Deutschland ist das Teufelszeug weg. Es bleibt zu hoffen, dass die Nürnberger Politik den menschenverachtenden Herrn Maly wegen dieser Unverschämtheit gehörig durch die Mangel dreht.

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Kommentare
  1. rhein main sagt:

    Endlich mal eine gute Entscheidung der Bundesregierung, wenn diese auch durchgesetzt wird. Die FDP scheint allerdings wieder dabei zu sein, sich selbst abzuschaffen. Die soll sich zu einem konkreten Datum äussern, damit sie sich aus dem Tal bewegt. Raus bis spätestens 2021: Die Ethikkommission plädiert auch im neuen Entwurf ihres Abschlussberichts für einen Atomausstieg innerhalb von zehn Jahren oder weniger. In der Koalition droht ein schwerer Konflikt, die FDP sperrt sich inzwischen vehement gegen ein konkretes Datum.

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