Die SPD hat weniger als 500.000 Mitglieder. Warum eigentlich noch so viele?

Veröffentlicht: 29. Mai 2011 in Uncategorized
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Es war ja schon auffällig, als die SPD-Zentrale seit Ende 2009 aufgehört hat monatliche Mitgliederzahlen der Landesverbände bzw. Bezirke und der Gesamtpartei zu veröffentlichen. Eine Email Anfrage von Pegnitzpirat wurde noch 2010 mit der Ausrede von „Umstellungen im Computersystem“ beantwortet, da war es schon klar, dass die Halbmillionengrenze gefallen war. Nun wird Mitte 2011 wenigstens dies zugegeben, die genauen Zahlen aber immer noch nicht veröffentlicht. Als würde eine Veröffentlichung irgend etwas an dem Desaster ändern. Dabei ist das Erschreckende an der Zahl ja nicht der Rückgang, sondern dass es tatsächlich noch so viele sind.

Einer der Mythen der deutschen Gesellschaft ist es ja, dass die SPD eine Mitgliederpartei wäre. Hahaha, was für ein Unsinn. Tatsächlich ist die SPD ein Politgroßkonzern, der von hauptamtlichen Mitarbeitern geführt wird. Das Geschäftsmodell dieses Konzerns besteht darin sich einen großen Teil der vom Staat in den politischen Bereich ausgeschütteten Gelder zu sichern, sei es über Direktzahlungen oder indirekt, indem man bezahlte Staatspositionen mit eigenen Mitarbeitern besetzt und so Einnahmen erzeugt. Wobei man natürlich im Geschäftsfeld Politik den Vorteil hat über diese Zahlungen noch selber mit entscheiden zu können. Und so entscheiden in der SPD nicht irgendwelche Mitglieder über politische Dinge, sondern die hauptamtlichen Mitarbeiter der Firma SPD über die Zukunft ihres Arbeitsplatzes und ihrer Einkommens. Die Mitglieder sind in der SPD nur die Staffage um der Mitarbeiterebene die Berechtigung für Polittheater zu geben. Warum sind also noch so viel so vertrottelt dort Mitglied zu sein? Man weiß es nicht, vielleicht wissen hunderttausende Karteileichen einfach nicht mehr, dass sie dort Mitglied sind.

Das Schrumpfungsprozess der SPD wird sich noch beschleunigen. Bei der letzten Jubilarfeier der Nürnberger SPD, die Mitte der 1970iger Jahre einmal fast 10.000 Mitglieder hatte und jetzt nicht einmal 3000, feierten doppelt soviele Mitglieder ihr 40jähriges Parteijubiläum als Mitglieder ihr 25jähriges. Wobei die Mitglieder mit 50 und 60jähriger Mitgliedschaft fast genausoviele waren wie die mit 25 Jahren. Da muss man kein Bevölkerungswissenschaftler sein wenn man weitere Halbierungen der Mitgliederzahlen der SPD in den nächsten Jahren vorhersagt. Die SPD Hauptamtlichen wird das nicht kümmern, solange deren Jobs gesichert sind.

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