Der Aufschwung in Deutschland ist vorbei. Und Nürnbergs Oberbürgermeister Maly gibt zu, dass er nicht in der Lage ist eine Großstadt zu regieren.

Veröffentlicht: 21. Juli 2011 in Uncategorized
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Wie zu erwarten war und ist das Märchen des immerwährenden Aufschwungs in Deutschland genau das – ein Märchen. Nachdem seit März 2010 gerade mal der Wirtschaftseinbruch aufgeholt wurde macht die deutsche Wirtschaft jetzt wieder die Biege nach Süden. Das Londoner Marktforschungsinstitut Markit Economics teile heute mit, dass der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor nach vorläufigen Zahlen auf 52,9 Punkte nach 56,7 Punkten im Juni gesunken ist, erwartet wurden 56,1 Punkte. Der Dienstleistungssektor wird für das Wachstum immer wichtiger. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sank im Juli von 54,6 Punkten auf 52,1 Punkte, bei erwarteten 54,0 Punkten. Mit Werten unter 50 wird eine wirtschaftliche Kontraktion angezeigt. Tim Moore von Markit führte dazu aus:

„Dem deutschen Aufschwung geht so langsam die Puste aus, was die niedrigste Wachstumsrate seit zwei Jahren zeigt. Die Industrie hat es besonders hart getroffen, wo der Rückgang beim Neugeschäft dafür sorgte, dass die Produktion nahezu zum Stillstand gekommen ist. Vor dem Hintergrund der höchsten Verluste bei den Exportbestellungen seit Juni 2009 und der weiteren Verschlechterung des zuverlässigen Frühindikators Quote Auftragseingang/ Fertigwarenlager hängt der deutsche Aufschwung am seidenen Faden“.

Auf europäischer Ebene sind wir bereits ultrakurz vor der Rezession. Das Wachstum in der Eurozone ist faktisch schon zum Stillstand gekommen. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone reduzierte sich im Juli auf 50,8 Punkte von 53,3 Punkten im Juni, Prognosen erwarteten 52,6 Punkte. Der Index für den Dienstleistungssektor sank auf 51,4 Punkte von 53,7 Punkten, Prognosen hatten hier 53,2 erwartet. Das verarbeitende Gewerbe entwickelte sich gleichfalls rückläufig von 52,0 Punkten im Vormonat auf 50,4 Punkte.

„Die Finanzkrise außen vor, war der Juli der schlechteste Monat seit dem Irak-Krieg 2003“, so Chef-Ökonom von Markit, Chris Williamson. Die Wachstumsschwäche sei nun auch auf die bisher starken Länder der Eurozone übergesprungen. Er sieht die Gefahr, dass bald auch die Arbeitsmärkte betroffen sein.

Bereits gestern hatte Nürnbergs Oberbürgermeister Maly in der Bild erklärt, dass er nicht in der Lage ist für eine ordnungsgemäße Haushaltsführung der Stadt Nürnberg Sorge zu tragen, da er für eine Lösung der Probleme keinen Plan habe. Was für ein Treppenwitz, da ja sein Studienkumpel Stadtkämmerer Riedel erst letzte Woche anläßlich der Haushaltsabrechnung die Nürnberger Haushaltskrise für beendet erklärt hat. Dabei war damals schon klar dass die ganz guten Zahlen 2010 nur ein Einmaleffekt sind und zudem hauptsächlich auf Bilanztrickersereien mit dem Klinikum Nürnberg zurückzuführen sind. Die dann auch dazu führen werden, dass die Schlüsselzuweisungen in den Folgejahren einbrechen werden. Diese Effekte, das Einbrechen der deutschen Wirtschaft mit weniger Gewerbesteuereinnahmen im Zusammenspiel mit niedrigeren Einnahmen bei den Schlüsselzuweisungen werden den Nürnberger Stadthaushalt nach nur einem Jahr Erholung wieder in Schieflage bringen. Und das Versagerduo Maly/Riedel hat die Zeit und die Gelegenheit einmal wieder vertan, an der Situation der Nürnberger Stadtfinanzen etwas grundsätzlich zum Positiven zu ändern.

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