Crash der Nürnberger Stadtfinanzen. Stadt Nürnberg zahlt weitere 20 Millionen Euro an Flughafen Nürnberg. Oberbürgermeister Maly´s Prestigeobjekt der Nürnberger Wirtschaftspoltik gescheitert.

Veröffentlicht: 31. Juli 2011 in Uncategorized
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Ein erbärmliches Bild der Ergebnisse der Nürnberger Stadtentwicklungspolitik wirft derzeit der Nürnberger Flughafen ab. Die Flughafengesellschaft selbst muss mit Kapitalspritzen der Anteilseigner Freistaat Bayern, sowie der Stadt Nürnberg in Höhe von 40 Millionen Euro über die nächsten 5 Jahre verteilt gestützt werden. Macht für den ohnehin schon klammen Stadthaushalt Nürnbergs eine jährliche Mehrbelastung von 4 Millionen Euro. Daneben muss die Stadt Nürnberg noch Kreditbürgschaften für die Flughafengesellschaft abgeben. Das Eigenkapital der Flughafengesellschaft soll mittlerweile unter 25 % gesunken sein, bei Verbindlichkeiten von 163 Millionen Euro. Dies ist um so schwerwiegender, als das Anlagevermögen zum überwiegenden Teil in die Anlagen des Flughafen selbst geflossen sein dürfte, welche für den Fall der Liquidierung nur weit unter dem tatsächlichen Zeitwert veräußerbar sind und so von Banken nur mit hohen Risikoaufschlägen beliehen werden. Daneben tätigte der Flughafen in letzter Zeit so merkwürdige Investitionsmaßnahmen wie eine Verlängerung der Start- und Landebahn für 18 Millionen Euro, die für den normalen Flugbetrieb in Nürnberg kaum notwendig ist, weshalb das Gerücht geht, dass dies für die militärische Nutzung des Nürnberger Flughafens durch die US Armee betrieben wird. Andere behaupten, dass durch die Verlängerung Nürnberg zur Notlandebahn für Großflugzeuge aus Frankfurt oder München ausgebaut wird. Warum so etwas aber jetzt durch zusätzliches Steuergeld der Stadt Nürnberg bezahlt werden soll ist höchst fraglich, soll das doch durch die Flughäfen München und Frankfurt bzw. die US Armee bezahlt werden. Und nicht zu vergessen die sinnlosen Parkhaustürme am Flughafen die in den letzten Jahren in die Koblauchsländer Spargeläcker gesetzt wurden. Für eine Kapazität von 6,5 Millionen Fluggästen, die weit und breit nicht erkennbar sind. Für deren Kreditfinanzierung die Flughafengesellschaft jetzt aber weiter Zinsen und Tilgung zahlen muss. Die Finanzkrise des Nürnberger Flughafens ist deshalb hausgemacht und keineswegs auf das Wetter oder ein paar Vulkane zurückzuführen wie es Nürnbergs Oberbürgermeister Maly gern behauptet.

Doch Maly träumte ja auch von einer großen Stadtentwicklungsmaßnahme um den Flughafen, einem Geschäfts- und Industriegebiet, das sich zur Jobmaschine für Nürnberg entwicklen sollte. Dies war auch der Grund warum extra eine U-Bahn zum Flughafen für teures Geld gebaut wurde mit einem vorbereiteten Extrabahnhof. Wobei der große Nutznießer die Tuchersche Familienstiftung sein sollte, die der größte Grundstücksbesitzer zwischen Marienbergstrasse und Flughafen ist. Aber auch andere stadtbekannte Immobilienspekulanten sollen schon seit Jahrzehnten die Äcker in diesem Gebiet aufgekauft haben, wo es möglich war. Dieses Kartenhaus bricht jetzt auch in sich zusammen. Es macht zwar nichts aus, dass das Kalkül der Spekulanten nicht aufgeht. Aber Maly´s größte Wirtschaftsentwicklungsmaßnahme für Nürnberg hat sich jetzt ebenfalls als reines Wunschdenken herausgestellt. Die jetzt noch dazu zum Millionengrab für Nürnbergs Steuereinnahmen wird. Es fehlt in der Nürnberger Stadtpolitik einfach die Einsicht, dass dieser an das Nürnberger Stadtgebiet angeklatschte Miniflughafen im Knoblauchsland schon lange nicht mehr zukunftsfähig ist und durch keinerlei Maßnahme zukunftsfähig gemacht werden kann.

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